Australien-Blog: 26.12.17 bis 1.3.18

Vom Sand zum Strand – oder so…

Wir melden uns zurück in der Zivilisation nach einem 3-tägigen Segeltrip auf den Whitsunday Inseln. Es war wunderschön, aber heiss… nun zuerst mal noch ein paar Worte über Byron Bay; dorthin ging nämlich die Reise, nachdem wir das letzte Mal bloggten. Byron Bay, das Kifferstädtchen, das Chiller-Dörfchen und was sonst noch alles des Ortes Ruf hinterher eilt. Unser Urteil ist: Strassenmusiker (schöne Musik! Oftmals Gesang mit Gitarrenbegleitung), die sich auf Byron Bays Strassenecken ihren Durchbruch erhoffen (und manch einer wird es wohl auch schon geschafft haben…), Hippies, die wohl mal in Byron Bay auf Durchreise waren, dann aber hängen geblieben sind. Batik, Räucherstäbchen, Rastas, Barfussläufer, Leinenkleider (oder ab und zu gar keine Kleider) – das ist Byron Bay. Und natürlich Touristen aller Art, wie wir es sind. Kulinarisch hat es allerlei zu bieten und die Strände sowie der Lookout des „Most easterly point of Australian Mainland“ sind wunderschön. Lustig fanden wir auch die Benamsung der Strassen: Blueberry-Road, Lilly Pilly Drive etc. Wir wohnten etwas ausserhalb bei einer Airbnb-Gastgeberin ziemlich im Grünen. Man musste also mit allerlei Tieren und Tierchen rechnen. Dave erzählte mir später im Flieger, dass er Schlangen vor der Unterkunft gesehen habe. Ich bin ihm dafür ziemlich dankbar, dass er mich mit dieser Info nicht schon vor Ort konfrontiert. Dies machte er übrigens nicht zum ersten Mal. ;-)

 

 

Wir flogen dann nach Proserpine, wo sich die Whitsunday Inseln befinden. Dort fassten wir unser neues Auto – ein Holden Commodore SV6 - für die nächsten zehn Tage und verbrachten einen schönen Abend mit gutem 400gr Rindsfilet für ca. CHF 10.- auf dem hauseigenen Grill und Salat mit toller Aussicht auf das Meer. Tags darauf hiess es einbooten auf dem Segelschiff, das für die nächsten drei Tage und Nächte unser Zuhause war. Zusammen mit einem weiteren Schweizer Pärchen sowie einem Paar aus Schweden und einem aus England verbrachten wir tolle drei Tage zwischen den insgesamt 74 Inseln. Es war unglaublich heiss und die hohe Luftfeuchtigkeit sowie das warme Meerwasser halfen nicht wirklich… und auch hier wieder wie auf Fraser Island: Trotz täglich mehrmaligem Schutzfaktor 50 eincremen und Sonnenbaden möglichst vermeiden holten sich alle auf dem Boot einen mehr oder weniger schlimmen Sonnenbrand. Im Meer mussten wir jeweils Neoprenanzüge tragen, weil Quallen-Saison ist und der Neopren vor Quallen-Stichen schützt. Insbesondere diejenigen der bekannten Würfelqualle: Diese ist ein auf ein cm gross und der Kontakt mit diesem Tier ist für den Menschen tödlich. Wir besuchten den bekannten Whitehaven-Beach mit seinem 98-prozentigen Silikat-Sand. Dieser ist besonders weich und wird auch bei Sonneneinstrahlung nicht heiss. Es heisst, man könne sich damit gut die Zähne putzen und Schmuck säubern. Wenn man darauf läuft, quietscht es, als wenn man keine Chihuahua-Hündchen treten würde (nicht, dass wir das jemals getan hätten – wir reden nur weiter… ;-)) Eines Abends bei geselligem Zusammensein hörte Sabrina plötzlich ein andauerndes Aus- und Einschnaufen auf dem Meer. Bei genauerem Hinschauen entdeckten wir vier Delfine, die auf Tintenfischjagt rund ums Heck unsers Bootes waren! Die Tintenfische spritzten immer Tinte zu ihrer Verteidigung aus und die Delfine waren enorm schnell und wendig unterwegs. Dies unter einem wunderbaren Sternenhimmel mitten auf dem offenen Meer – was für ein Erlebnis. :-) Das Wetter war uns gut gesinnt bis gestern Abend: Ein Sturm kam auf. In der Nacht blitzte, donnerte und regnete es, wie wir es in der Schweiz nicht kennen und der bis zu 90km/h starke Wind zogt das Boot rund um die Mooring-Leine (Boje). Uns war es nicht „gschmuuch“ und wir schliefen entsprechend kaum. In Gedanken sammelte ich (Sabrina) bereits meine wichtigsten Sachen zusammen, um in Not evakuiert werden zu können… ;-)

 

 

Nun sind wir wieder in Airlie Beach und genossen nach drei Tagen viel Sonnencreme und Salzwasser endlich wieder eine richtige Dusche und WLan. Morgen fahren wir nordwärts nach Magnetic Island, wo wir in den vier gebuchten Tagen endlich tauchen und die Insel geniessen möchten. Dave wird wohl mal noch ein weiteres Video gestalten, er hat ein neues Hobby gefunden... ;-) Wir wünschen euch eine schöne, möglichst sturmfreie Woche! Grüessli usem Paradies!

  

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Video Episode 1 ist online!

Liebe Blog-Lesende, wir haben uns mal in der Video-Produktion geübt... hier unser erstes Video mit den Erlebnissen der letzten beiden Wochen! Viel Vergnügen! :-)

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K'gari (Fraser Island) – mehr Sand geht nicht!

Und schon wieder ist eine Woche vergangen. Zwischenzeitlich haben wir viel Schönes erlebt. Seit unserem letzten Blog flogen wir nördlich nach Brisbane. Mit 5h Verspätung kam unser Flug an und rund 300km (= ca. 4h Autofahrt) hatten wir noch vor uns. Ziel dieses Abends war Hervey Bay. Auf der Mitte des Weges kamen wir in einen Sturm, den wir zuvor kaum so erlebt hatten – jedenfalls nicht auf der Strasse. Es blitzte und donnerte ununterbrochen und die Scheibenwischer konnten dem Wasser nicht mehr Stand halten. Mit Müh und Not orientierten wir uns am Fahrstreifen und fuhren mit sehr reduziertem Tempo. Überall waren die Strassen überflutet, so dass das Auto auch nur noch schlecht manövrierbar war. Die Tatsache, dass es eindunkelte, machte die Sache nicht einfacher, ebenso der aufkommende Nebel zum starken Regen… Wir kamen ziemlich geschafft im Airbnb an. Doch dafür wurden wir von einer ganz herzlichen Gastgeberin und einem süssen kleinen Hund empfangen. Das Zimmer war super schön eingerichtet mit viel Liebe zum Detail. Dieses „nach Hause kommen“ liessen die letzten Stunden bald vergessen. Als wir tags darauf ein sehr leckeres Frühstück mit frischen Früchten aus der Region, Bananenbrot aus dem Ofen sowie einem Blick in den Regenwald (am Abend zuvor war es ja dunkel) geniessen durften, merkten wir, dass wir im Paradies angekommen waren. Am liebsten wären wir dort geblieben, aber die Schildkröten warteten…

 

Nach einer etwas kürzeren und regenfreien Fahrt kamen wir den Schildkröten wegen in Bundaberg an. Bundaberg sagt dem einen oder anderen eventuell etwas, wegen den verschiedenen Getränken (insbesondere Ginger Beer) sowie dem Rum. Schade nur, dass hier auf den Strassen viele Kontrollen gemacht werden, deshalb liessen wir ein Rum-Tasting sein. Abends, kurz bevor wir zu den Schildkröten aufbrechen wollten, öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Wir glaubten eigentlich nicht mehr daran, dass der Trip an den Strand zu den Schildkröten stattfindet. Doch oh Wunder, dieser Sturm liess im Gegensatz zu dem einen Tag vorher, nach 2h nach und die Turtle-Tour konnte beginnen. Eigentlich haben wir uns wegen den kleinen Schildkrötchen, die am Strand aus ihren Eiern schlüpfen, für die Tour eingeschrieben. In dieser Nacht jedoch bevorzugten es die erwachsenen und um einiges grösseren Meeres-Schildkröten, ihre Eier am Strand zu legen um dann wieder im grossen und dunklen Meer zu verschwinden. Keine der Bruten schlüpften. Aber dennoch war es interessant, die ein-Meter langen und 100kg schweren Tiere an Land kommen, ihre Eier legen, Eier gut zu-zementieren und dann wieder verschwinden zu sehen. Das ist ein grosser Kraftakt für diese Tiere, die normalerweise im Wasser leben.

 

Nach Bundaberg hiess das nächste Ziel Noosa von wo aus wir den 2 tägigen Trip auf Fraser Island gebucht hatten. Noosa erinnert uns stark an Florida oder Beverly Hills: Viele schöne Villen direkt am Wasser, körperbewusste Menschen, Mode etc.. Jedenfalls das Gegenteil unseres „Survival-Trips“ nach Fraser Island… :-) Frühmorgens startete unsere Gruppe, mit drei Toyota Landcruiser in Karawane fuhren wir los in Richtung Rainbow Beach, von wo aus die Fähre nach Fraser Island führt. Bevor wir im Sand unsere Fahrt loslegen konnten, mussten wir pro Reifen ziemlich viel Luft rauslassen; es fährt sich im Sand nämlich besser mit nicht vollgepumpten Reifen. Dafür ist die Fahrt schauklig und eher unberechenbar wie auf Eiern… ;-) Am Strand auf nassem Sand lässt es sich einfacher fahren, als im Hinterland über Stock und Stein – dies war ab und zu eine ziemlich holperige, aber auch lustige, Angelegenheit. :-) Wir besuchten wunderschöne und glasklare Süsswasser-Seen, in denen wir uns erfrischen konnten, lernten einiges über die Aborigines und deren Kultur und übten uns im Didgeridoo spielen und Boomerang werfen. Von den Tieren her sahen wir „nur“ etliche Echsen, Dingos und eine Wasserschlange, die sich an den Strand verirrt hatte (sehr giftig, wie uns erklärt wurde.. der Guide fasste sie dennoch an, meine Güte… ) Abends genossen wir nach gemütlichem Beisammensein und Mashmallows grillieren (wann habe ich das wohl das letzte Mal gemacht?) unter dem Himmel voller Sterne, da unsere Umwelt absolut dunkel war. Man bekommt das Gefühl, dass an diesem Himmel hier in Australien viel mehr Sterne vorhanden sind, als an unserem europäischen. Als wir gestern Abend wieder in unserem Airbnb ankamen, mussten wir unter der Dusche mal lange Zeit den Sand überall rausspülen und uns mit einer dicken Schicht Aloe Vera-Gel eincremen – denn obwohl wir täglich zweimal Schutzfaktor 50 aufgetragen haben, ergatterten wir einen üblen Sonnenbrand… :-( Heute machen wir einen lazy day am Pool und planen unsere nächsten Tage und Wochen. Nächstes Ziel ist Byron Bay, das wir morgen in ca. 4h Autofahrt erreichen werden. Dort geniessen wir ein paar Tage – quasi Ferien in den Ferien… .-) Wir melden uns wieder! Bis dahin eine gute Zeit und geniesst das Skifahren für uns! :-) Ciao ciao 

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Sydney New Years Eve auf der Bucketlist: Done :-)

Eigentlich sollten wir jetzt schon in Brisbane im Mietwagen on the Road sein. Aber einer der Inlandflüge hat fünf Stunden Verspätung, was uns Zeit verschafft, um endlich einen Blog zu schreiben. :-)

 

Vor einer Woche ist unser Abenteuer gestartet. Am vergangenen Dienstag verliessen wir nach schönen Weihnachtstagen mit Sabrinas Familie die Schweiz und stiegen in den Flieger gen Abu Dhabi, später dann in den Nächsten nach Sydney. Irgendwie war es ein vertrautes „nach Hause kommen“ in die Stadt, in der wir schon ein paar Mal waren und wo wir auch schon unsere Favoritenplätzchen haben. So durfte beispielsweise am nächsten Tag das Schoggi-Fondue bei Max Brenner nicht fehlen… :-)

 

Tags darauf kamen Dave’s Eltern in Sydney an. Sie reisten bereits fünf Wochen durch Australien und was für uns nun der Beginn der Reise ist, endet schon bald für sie. Wir verbrachten mit ihnen die letzten paar Tage und besichtigten die typischen Sehenswürdigkeiten wie der Darling Harbour, die Harbour Bridge, den Hyde Park, das Westfields, den Bondi Beach, Watsons Bay etc. Und natürlich durfte auch ein Besuch auf dem Fish Market nicht fehlen. Wir hoffen, dass wir unsere (Schwieger-)Eltern mit dem Anblick dieser vielen Kreationen und Kreaturen aus dem Wasser und der dort herrschenden Hektik und dem Trubel nicht schockiert haben… ;-) Jedenfalls zeigen sie sich euphorisch begeistert, als sie den leckeren Sashimi (Lachs, King Fish und Jakobsmuscheln) degustieren durften. Ja, frischer gibt’s das wohl kaum – und zarter habe ich es bis anhin auch nirgends gegessen. Neben dem Sashimi durften wir Dave’s Eltern das eine oder andere kulinarische aus der asiatischen Küche in den vergangenen Tagen zeigen: Korean Barbecue mit dem süss marinierten Fleisch und dem Grill in der Mitte, Dumplings, Sushi… wenn nur das Essen mit den Stäbchen nicht so schwierig wäre… was haben wir über verloren gegangenen Essenstückchen gelacht in den vergangenen Tagen! :-)

 

Ganz klares Highlight war der Silvester-Abend in Sydney. Das was ja der Grund, weshalb wir zu dieser Zeit genau hier sein wollten. Es war auf Sabrina’s Bucketlist: Einmal im Leben den Silvester (sie nennen es hier New Years Eve) in Sydney verbringen und das Feuerwerk bestaunen. In den vergangenen Jahren schauten wir es jeden 31. Dezember um 14 Uhr per Livestream im Fernseher. Einmal wollten wir es selbst erleben und es hat sich gelohnt: Was für ein Erlebnis, wenn man an bester Lage mit Sicht auf das Opera House und die Harbour Bridge am Mrs Macquarie’s Chair sitzt und die beiden Feuerwerke um 21 Uhr und an Mitternacht geniessen darf. Die Stimmung ist phänomenal – die Australier können feiern und das Feuerwerk mit dieser Kulisse könnte nicht besser sein. Das wird bestimmt eines der Highlights auf dieser Reise bleiben. Die Bilder von uns Amateurfotografen sind nicht der Hammer. Deshalb haben wir einen Hobbyfotografen vor Ort mit Bier bestochen, der uns ein paar gute Bilder liefern wird. Sollten wir also nächstens noch ein paar gute Bilder hochladen: Die sind nicht von uns, wir wollen uns ja nicht mit fremden Federn schmücken… ;-)

 

 

Und nun, eine knappe Woche nach unserer Ankunft, geht unsere Reise weiter: Heute fliegen wir nach Brisbane. Dort nehmen wir uns ein Mietauto und fahren nordwärts. Morgen Abend wollen wir die Schildkrötchen aus ihren Eiern schlüpfen sehen am Strand von Bundaberg. Das haben wir bei unserer ersten Reise verpasst und holen wir nun nach… :-) Bestimmt haben wir in ein paar Tagen wieder Neues zu berichten. Bis dahin eine gute Zeit und auf Bald! 

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